Monetarisierung von Web 2.0 Diensten

In den letzten Monaten hatte ich immer wieder Beiträge veröffentlicht, welche die Monetarisierung von bestimmten Diensten zum Thema hatte. Darunter fanden sich neben StudiVZ, auch Yigg und Youtube. Auf dem CommunityCamp in Berlin aber auch in Gesprächen mit unterschiedlichsten Unternehmern welche ich aktuell berate, ist das einer der Kernpunkt welche gerne angesprochen werden. (auf dem CommunityCamp wurde natürlich etwas mehr über den Bundesverband Community Management gesprochen)

Eines steht heute fest: Die meisten Unternehmen müssen ihre Monetarisierung optimieren um zukünftig ein positives Betriebsergebnis zu erwirtschaften. Allen voran die großen Communities welche eher mit negative Zahlen aufwarten. Besonders StudiVZ und Facebook sind absolute Geldvernichtungsmaschinen welche zwar eine große Community haben, diese aber nicht in Geld umwandeln können.

Wie können die Betreiber das ändern?

Eine der Kernfragen welche wohl jeder Betreiber unterschiedlich beantworten muss. Der Weg dahin ist aber bei allen gleich. Zu erst müssen Fragen gestellt werden!

  1. Was für eine Art User haben wir?
  2. Welche Dienstleistung erwartet diese von der Community?
  3. Wie können wir aus dem einzelnen User Geld erwirtschaften ohne Ihn in seiner Aktivität zu stören oder zu nerven?
  4. Können wir ihm vielleicht sogar einen Mehrwert für den er Geld zahlt schaffen über den er noch aktiver in der Community ist?
  5. Können wir das alles realisieren ohne großen Entwicklungsaufwand oder Mehrarbeit?
  6. Reicht das zusätzliche oder veränderte Erlösmodell um ein positives Unternehmensergebnis zu erwirtschaften?

Die Antworten auf diese Fragen sind nötig um die Community auch langfristig betreiben zu können. Vielen Usern ist bewusst, dass ihr Dienst sich irgendwie finanzieren muss, ansonsten kann er diesen auch nicht nutzen. Aus diesem Grund sind auch einige User bereit Geld dafür zu bezahlen oder Aktivitäten durchzuführen um dem Unternehmen zu helfen.

Die Rubrik Monetarisierung wird zukünftig einen noch höheren Stellenwert in diesem Blog erhalten. Aktuell findet eine kleine Studie statt welche auch ein wenig mehr Licht ins Dunkel bringen wird, wie aktuell mit diesem Problem umgegangen wird. Welche Modelle im Moment die beliebtesten sind und ob diese genügend Geld erwirtschaften. Ergebnisse sind Anfang Dezember zu erwarten.


 
 
 

5 Kommentare zu “Monetarisierung von Web 2.0 Diensten”

  1. vanCity
    21. November 2008 um 18:52

    Mit Verlaub, aber die Auflistung gefällt mir gar nicht.

    1. Was für eine Art User haben wir?

    Auf welche Arten von Usern spielst du denn an? Einbeiner, Zweibeiner…?

    2. Welche Dienstleistung erwartet diese von der Community?

    Warum soll der User eine Dienstleitung erwarten? Frag lieber über welche Kanäle wir den User überhaupt auf die Seite holen, um ihn dann in bare Münze umzuwandeln!

    3. Wie können wir aus dem einzelnen User Geld erwirtschaften ohne Ihn in seiner Aktivität zu stören oder zu nerven?

    Warum willst du den User mit den Pinzette anfassen? Werbung z.B. darf ruhig stören – manchmal auch nerven. Das ist der Sinn von Werbung. Sie muss dann nur so gut gemacht sein, dass sie in Erinnerung bleibt. Wenn ich von meinem Angebot überzeugt bin, dann kann ich meine User auch mit nervigen Dingen stören, weil mein Angebot einfach besser ist als das der Konkurrenz. Ergo: Die User kommen eh wieder.

    4. Können wir ihm vielleicht sogar einen Mehrwert für den er Geld zahlt schaffen über den er noch aktiver in der Community ist?

    Das ist die Frage aller Fragen. Antwort in den meisten Fällen bis ans Ende der Tage ungewiss…

    5. Können wir das alles realisieren ohne großen Entwicklungsaufwand oder Mehrarbeit?

    Warum solch ein minimaler Ansatz? Mit dem Gedanken im Hinterkopf steht man sich nicht selten selbst im Weg. Gute Ideen dürfen ruhig auch was kosten. Wenn die Umsetzung dann später doch ohne größeren finanziellen Aufwand gestemmt werden kann umso besser…

    6. Reicht das zusätzliche oder veränderte Erlösmodell um ein positives Unternehmensergebnis zu erwirtschaften?

    Darüber kann doch gar keine zuverlässige Aussage getätigt werden, da die Akzeptanz der Veränderungen aus Sicht der User niemals kalkuliert werden kann. Es sei denn du monetarisierst dein Angebot ausschließlich durch Werbung und kannst z.B. aufgrund bekannter Reichweite mit fixen TKPs oder Ähnlichem rechnen…

  2. Robert Curth
    21. November 2008 um 20:05

    Ich glaube Werbung muss sogar stören. Ich finde die Liste nicht schlecht, obwohl ich bei Frage 5 glaube, dass dies bei den allermeisten Diensten nicht funktionieren wird.

  3. Ralea
    21. November 2008 um 21:09

    Hallo,

    interessante ansichten. Aber Werbung ist nur eine von vielen Erlösmodellen für Web 2.0 Unternehmen. Es gibt auch Communities und Portale die Dienstleistungen anbieten: z.B. pressebox, my-hammer und Co. Diese sollten nicht vergessen werden.

    Wenn es um Werbung geht ist es klar das Sie ins Auge fallen soll – aber besonders in Communities kann dies sogar soweit führen, dass User einfach wegfallen. Außerdem hat es kaum ein Dienst geschafft sich wirklich nur über Werbung zu finanzieren. Das sollte hierbei bedacht werden.

    Kurz zu den Fragen:
    1. Was für eine Art User haben wir?
    Habe ich wohl missverständlich gestellt – entscheidend ist die Tielgruppe. Welche User habe ich auf meiner Plattform und welche Bedürfnisse etc. haben diese.

    2. Welche Dienstleistung erwartet dieser von der Community?

    Es geht nicht um Marketing um den User auf die Seite zu holen in diesem Artikel sondern um die Monetarisierung. Bzgl. marketing gibt es verschiedene wege wie z.B. SMO und Co (ebook findet sich hier auf der Seite ;))

    4. Können wir ihm vielleicht sogar einen Mehrwert für den er Geld zahlt schaffen über den er noch aktiver in der Community ist?

    ist es meiner Meinung nach nicht – es kommt ein wenig auf das Portal an. Ich werde gerne am Montag dazu genauer Stellung beziehen und einige Beispiele nennen. Nehmen wir z.B. alleine Marketplace auf XING – durch diese Dienst wird die Aktivität gesteigert und zusätzlich Geld erwirtschaftet…

    5. Können wir das alles realisieren ohne großen Entwicklungsaufwand oder Mehrarbeit?

    Da gebe ich dir recht, wobei besonders kurzfristig Aktivitäten ohne größere Entwicklung auskommen müssen.

    6.

    Klar geht das – als Unternehmer schaust du am Ende auf die GUV. Danach weisst du ob das neue Erlösmodell sinn gemacht hat.

    Wie gesagt ich äußere mich zu den einzelnen Punkten nochmal ausführlicher.

  4. Marcus
    24. November 2008 um 17:23

    Ich würde die Reihenfolge der Fragen ändern, so damit auch der Aufbau und Pflege von der Seite mit eingebunden werden:
    Wer ist die Zielgruppe, was erwartet sie, was wäre der Mehrwert für sie?
    Wie setzt man das auf der Seite um?
    Wie führt man die Zielgruppe zu, wie bewirbt man die Seite?
    Wie sorgt man für wiederkehrende Besucher?
    Wie erzeugt man Conversions?
    Wie prüft man Conversions?
    ….

  5. Wie monetarisiert man ein Web 2.0-Projekt? - Twitter, Communities, Server-, Stromkosten, Modell, Premium, Werbung, Raum, Erfolg, Fragen - Alles 2null - Die Web 2.0-Welt
    25. November 2008 um 10:30

    [...] das Problem im Großen und kommentiert die Fragen die sich alle Startups stellen sollten die von Eikyo in den Raum gestellt [...]

Kommentar abgeben: