Externes Community Management und einige Mythen

Als Dienstleister für Community Management und Online Marketing werde ich auch oft gefragt, ob es überhaupt Sinn macht das Community Management extern durchführen zu lassen, schließlich ist die eigene Gemeinschaft doch das Kapital eines jeden Betreibers. Auf diese Frage kann ich mit ruhigem Gewissen immer mit: Jein antworten.

Einen Community Manager einzustellen ist besonders in der heutigen Zeit sehr schwierig. Es gibt kaum Community Manager die über wirkliche Erfahrung verfügen und dies schon in einem anderen Unternehmen zeigen konnte. Deshalb kommen die meisten Bewerbungen von Personen die zwar schon ein wenig Forenmoderation betrieben haben und aus dem IT Umfeld kommen. Aber ein unerfahrener Community Manager kann gravierende Fehler machen, welche schlussendlich auch an der Reputation des Unternehmens kratzen. Hier lohnt sich meist am Anfang auf einen Externen zurückzugreifen, welcher den Weg vorbereitet für eine Festanstellung z.B. mit Schulungen, der Beratung oder der eigentlichen Tätigkeit.

Wieso? Zu aller erst muss nämlich einigen Unternehmen aber auch Marketingabteilungen der Zahn gezogen werden was Community Management überhabt ist. In den vergangen Jahren konnte ich hierbei einige Mythen zerstören:

Community Management kann:

  • in anderen Foren wildern und faken um somit ein Produkt zu bewerben. Es gibt genügend Unternehmen die feststellen mussten, dass so etwas in die Hose gehen kann. Danach ist die komplette Reputation im Arsch.
  • die Fehler aus dem Produktmanagement und der Kommunikationspolitik abglätten. Zwar muss sich das Community Management dann mit verärgerten Usern/Käufern rumärgern, aber eigentlich sollte das nicht Sinn und Zweck sein. Wenn Community Management betrieben wird, dann sollten die anderen Abteilung auch eine hohe Transparenz in Richtung der Community an den Tag legen.
  • Günstig sein. Gute Arbeit ist niemals günstig, denn neben Geld muss auch Zeit und Verantwortung an die Person übergeben werden. Heißt man muss sich sehr viel Zeit dafür nehmen und auch Verantwortungen hierzu an.
  • ohne passende Ausbildung durchgeführt werden. Sicher es gibt keine Ausbildung zum Community Manager, trotzdem müssen Personen sich zu erst mit dem Thema genauer beschäftigen. Denn nur weil man Moderator war oder in verschiedenen Netzwerken User ist, weiß man noch lange nicht was Community Management ausmacht.
  • kaum Zeit bedarf. Community Management betreibt man meist aus Passion, dementsprechend gibt es auch genügend CMs die noch Abends/Nachts und am Wochenende ihrer Arbeit nachgehen. Glauben Sie nicht das Community Manager nichts zu tun haben.
  • Und zu guter Schluss: Die eierlegende Wollmilchsau. Meist sind Community Manager sehr versiert und kennen sich auch mit Web 2.0 Diensten und Online Marketing aus. Trotzdem sollte man den CM lieber seinen Fokus auf die Community richten lassen. Dafür ist er schlussendlich da und wird dort am erfolgreichsten sein.

Falls ihr Unternehmen überlegt einen Community Manager anzustellen, lassen Sie sich vorab von jemanden beraten der über genügend Erfahrung verfügt. Entweder einen externen Berater oder sogar vom Bundesverband Community Management e.V. Diese können Sie unterstützen und helfen a) ein passendes Umfeld für diese Position zu schaffen und b) einen passenden Kandidaten zu finden.

PS: Nach schreiben des Beitrags ist mir aufgefallen, dass dies ein wenig wie Werbung für meine Dienste rüberkommen kann. Deshalb beachten Sie die Schleichwerbung nicht, sondern sehen Sie das Empfehlung.


 
 
 

Ein Kommentar zu “Externes Community Management und einige Mythen”

  1. Community Management: intern oder extern? Teil 3 | Community Management Blog
    23. März 2009 um 13:22

    [...] Engagement eines externen Beraters, der gemeinsam mit dem Unternehmen den “Weg vorbereitet“ und das Community Management aufbaut. Dies bietet sich beispielsweise an, wenn kein [...]

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