Auf der Suche nach dem Community Manager
Immer mehr Unternehmen suchen nach einem Community Manager für das eigene Netzwerk oder für die Arbeit in unterschiedlichen Netzwerken um die eigene Marke zu stärken (siehe asymmetrisches Community Management). Diese Suche gestaltet sich für die meisten Unternehmen schwerer als erwartet, denn die Erwartungen und die Realität klaffen doch stark auseinander.
Meist wird nach einem erfahrenen Community Manager gesucht welche neben Deutsch auch sehr gute Englisch-Kenntnisse verfügt. Optimalerweise hat er schon eine eigene Community betrieben (was bei Erfahrung ja grundsätzlich Voraussetzung ist). Eine abgeschlossene Ausbildung oder Studium ist grundsätzlich Pflicht, auch wenn dies nicht wirklich auf die Arbeit vorbereitet. Organisationstalent und hohe Internetaffinität sind ein Muss.
Die Aufgaben sind dabei aber unterschiedlichster Natur
- Strategische Planung der Community
- Qualitätssicherung
- Entwicklung und Umsetzung der Kommunikationsstrategie
- User Support
- Marktforschung
- Budgetplanung
- Forenmoderation
- Bekanntheit erhöhen
- Etc.
Die Aufgaben und die Voraussetzungen können etwas variieren, je nachdem für welches Unternehmen gesucht wird. Kommen wir aber zu den entscheidenden Punkten in denen die Realität sich etwas von den Wunschvorstellungen unterscheidet.
Erfahrung
Es gibt kaum Personen im Bereich des Community Managements die über mehrjährige Erfahrung verfügen. Meist kann man glücklich sein, wenn sich jemand bewirbt der mehr als ein Jahr in der Position tätig war. Falls sich doch jemand findet, kann man sich als Personaler freuen und sollte diesen auf jeden Fall einladen. Dies sollte aber auch nur durchgeführt werden wenn das Thema Gehalt intern richtig geklärt ist.
Gehalt
Da scheiden sind derzeit die Geister – denn der Gehaltsspiegel bei Community Managern reicht von 25.000 bis 80.000 € im Jahr. Vielen ist nicht genau bewusst was für ein Arbeitspensum und Verantwortung dahinter liegt – an einem Community Manager sollten sich die anderen Position aus dem Marketing oder Service nicht messen. Heißt ein wirklich guter und erfahrener Community Manager kostet auch richtig Geld (ab 60.000€ aufwärts!!!). Schließlich verdienen Produkt und Marketing Manager mit entsprechender Erfahrung genauso viel.
Verantwortung
Es kommt ein wenig auf das Produkt und die Firma an für die der Community Manager arbeitet. Aber wenn eine eigene Community vorhanden ist, sollte der Community Manager als Leiter dieser eingesetzt werden. Heißt er hat hierbei nicht nur die Verantwortung über die Community selbst, sondern über die Monetarisierung, das Marketing intern wie extern welches dafür betrieben wird usw. Ein erfahrener Community Manager kennt sich mit der strategischen Planung und Entwicklung aus. Heißt er kann auch einschätzen wie die jeweiligen Aktivitäten ankommen.
Community Manager = General Manager der eigenen Community!
Nur unter diesem Aspekt können auch wirklich Höchstleistungen erreicht werden. Viele Unternehmen machen den Fehler, dass der Community Manager den Produktmanager und Marketing Manager zuarbeiten sollte – genau umgekehrt muss es sein, wenn das Produkt eine Community ist!
Wie finden Sie jetzt den passenden Community Manager?
Wenn das Unternehmen eine erfahrene Person sucht, dann sollte vermieden werden dies über die normalen Jobportale zu machen. Lassen Sie die Personaler lieber nach Kandidaten über XING und Co suchen (welche auch genügend Erfahrung besitzen) und diese direkt ansprechen. Sie werden dann auf jeden Fall den passenden Kandidaten finden.
Junior“-Stellen können Sie direkt ausschreiben. Stecken Sie die Anforderungen aber nicht so hoch, denn je höher die Anforderungen desto unwahrscheinlicher finden Sie die passende Position. Höherer Bildungsgrad bedeutet nicht das die Motivation für diesen „24/7“ Job vorhanden ist.






20. Februar 2009 um 14:42
[...] bekannte Gehaltsgefüge bewegt sich bei einem Jahresbrutto zwischen 25.000 Euro und 60.000 Euro. Andere Quellen sprechen von einer Obergrenze bei rund 80.000 Euro im deutschsprachigen Raum. In einer [...]
20. Februar 2009 um 19:27
Hey Mark. Seit einiger Zeit habe ich dich in meinem Feedreader. Nachdem deine Blogeinträge aber tatsächlich keinerlei Mehrwert bieten, sondern leider permanente Eigenwerbung sind, fliegst du jetzt wirklich raus.
Platitüden wie diese hier nerven einfach: “Aber wenn eine eigene Community vorhanden ist, sollte der Community Manager als Leiter dieser eingesetzt werden” Aha! Was du nicht sagst. Ganz ehrlich – damit tust du dir selbst keinen Gefallen. Ist ja toll, wenn du 60.000 im Jahr verdienst – bloß – ich glaube es nicht. Eine Fähigkeit sollte man als Community-Manager wirklich mitbringen: Schreiben können…
20. Februar 2009 um 19:38
Ist interessant was du an diesem Satz kritisierst – denn dies ist in der Wirtschaft selten der Fall dass der Community Manager die strategischen Entscheidungen der Community trifft. Meist werden dafür Produktmanager und Co eingesetzt.
Aber btw eigentlich ist es mir nicht wichtig ob jeder damit einverstanden ist (wobei die meisten CM des BVCM geben mir da recht). Siehe BVCM Gruppe bei XING.
Besonders unwichtig sind Meinungen von Personen die anonym bleiben :)
22. Februar 2009 um 18:21
Zufällig bin ich gerade auf einen etwas älteren Blogeintrag von Dawn Foster gestoßen, in dem sie sich genau mit den verschiedenen Aufgaben eines CM auseinandersetzt:
http://fastwonderblog.com/2007/12/17/community-roles-manager-moderator-and-administrator/
In diesem aktuellen Interview sagt sie auch einiges interessantes zum Thema:
http://www.onlinecommunityreport.com/archives/458-Online-Community-Expert-Interview-Dawn-Foster,-Fast-Wonder-Consulting.html
Gruß
Andreas