Der neue Community Manager

Seit Jahren entwickelt sich der Job des „Community Managers“ weiter und es werden neue Anforderungen an diesen gestellt. Angefangen von der Moderation der „virtuellen Gemeinschaft“ bis hin zur Vermarktung und der Monetarisierung dieser. Vor fast einem Jahr habe ich hierzu auch einen Artikel über „Asymmetrisches Community Management“ geschrieben. Diese Art des Community Managements wird inzwischen unter anderem von Unternehmen wie Axel Springer, Intel aber auch Vodafone betrieben. Im Grunde geht es um das Community Management auf externen Plattformen auf denen die Zielgruppe zu finden ist.

Mit diesem Artikel möchte ich die zukünftige Bedeutung und die Stellung innerhalb der Firma näher beleuchten. Der CM sollte nicht nur die Kunden/User betreuen sondern auch innerhalb des Unternehmens diese Stellung bekleiden. Heißt er ist auch für die Moderation und die Kommunikation innerhalb des Unternehmens verantwortlich.

Im Schaubild soll dies etwas anschaulicher gezeigt werden

Der neue Community Manager

Der Community Manager ist jeweils das Bindeglied zur Geschäftsführung. Er betreut die externe Community (Plattform) und intern das Unternehmen und die Angestellten. Dabei ist er keiner einzelnen Abteilung unterstellt (wie bis dato) sondern wird über den einzelnen Bereichen angesiedelt.

Kurz zu den Gründen für die externe Community:

  1. steht in direktem und indirektem Dialog mit den Kunden/User
  2. kennt die Bedürfnisse und Wünsche dieser
  3. weiß am besten wie er das Community Building stärken kann
  4. Welche Aktionen sinnvoll oder sinnfrei sind (Marketingaktivitäten)
  5. Welche Funktionen Sinn machen und welche nicht
  6. Wie man am besten Geld mit der Plattform verdienen kann

Nur um einige Punkte zu nennen. Dadurch muss er auch innerhalb des Unternehmens auch der Verantwortliche für die komplette Plattform sein. Heißt Marketing, PR, Entwicklung usw. hören auf Ihn und Reporten auch an den Community Manager.

Da der Community Manager somit in direktem und indirektem Dialog mit allen Abteilung (fast allen) steht sollte er auch innerhalb des Unternehmens die Position des Community Managers übernehmen. Heißt wie kann er den Dialog (den geschäftlichen natürlich) zwischen den Abteilungen verbessern und erhöhen. Usw.

Deshalb auch meine Grundaussage die natürlich gerne weiterentwickelt werden soll:

  1. Der Community Manager sollte nicht nur der Mittelpunkt in der Community (extern) sondern auch innerhalb des Unternehmens werden
  2. Der Community Manager muss zukünftig einen höheren Stellenwert haben als andere Abteilungen – denn er steht am stärksten in Verbindung mit dem Kunden/User. Er kennt die Bedürfnisse, Probleme und Chancen besser als alle anderen in dem Unternehmen

 
 
 

6 Kommentare zu “Der neue Community Manager”

  1. Markus
    20. Juli 2009 um 15:51

    Hallo,
    interessanter Ansatz, der mir aber dann doch etwas zu radikal ist. Oder besser gesagt muss beim “Internen Communitymanagement” je nach Firma differenziert werden. In einer sehr großen Firma, die auch die verschiedensten Geschäftsfelder im b2c und b2b Bereich abdeckt wie beispielsweise Intel, sehe ich das nicht so. Hier würde ich den Community Manager als Ideenlieferanten für Produktmanagement/-entwicklung und Marketing sehen. Um eine interne Community und bessere Kommunikationswege aufzubauen muss der CM nicht höher gestellt werden als andere Abteilungen.

    Das Feedback vom Kunden ist sicher wichtig, aber nur ein Teil des Ganzen. Daher sehe ich den CM mehr als Ideenlieferanten und Wahrer der Kundeninteressen. Ausgenommen sind kleine und mittlere, stark communitygetriebene Unternehmen, da kann ich mir das Modell von dir gut vorstellen.

  2. Ralea
    20. Juli 2009 um 15:59

    Hallo Markus,

    du hast in diesem Punkt sicher teilweise recht. Bei großen Unternehmen die auch stark im B2B Bereich tätig sind muss der CM nicht so hoch gestellt werden. Aber sobald eine eigene Community betrieben wird bzw. der Hauptteil der Kunden eine Community ist.

    z.B. Games, Social Media Dienste usw.

    ist dieser Gedankengang nicht ganz so verkehrt.

    Einen Community Manager hingegen intern auch als CM agieren zu lassen finde ich aber trotzdem ganz spannend. Denn meist ist das HR nur damit beschäftigt Mitarbeiter zu rekrutieren und nicht diese aktiv auch an das Unternehmen zu binden…

  3. notizblog - Weblog der Social Web WORLD: Community Manager und seine wachsende Bedeutung
    21. Juli 2009 um 09:01

    [...] einem aktuellen Blog-Beitrag diskutiert Mark Ralea, Leiter der Arbeitskreis 1 “Beruf & Qualifizierung” im [...]

  4. Der Community Manager als zentraler Ansprechpartner im Unternehmen? | Community Management Blog
    22. Juli 2009 um 17:23

    [...] Ralea hat unter dem Titel „Der neue Community Manager“ seine Einschätzung in Bezug auf die zukünftige Positionierung des Community Managers innerhalb [...]

  5. Martin Bredl
    23. Juli 2009 um 11:56

    Der PR Manger ist der Community Manager http://bredlbloggt.telekom.at/stories/3012/

  6. Wo ist der Community Manager angesiedelt? | Eikyo
    24. Juli 2009 um 16:28

    [...] unzähligem Feedback über Kommentare, Artikel von Martin Bredl, Daniel Langwasser und Björn Negelmann , Twitter, Facebook und der [...]

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